
Kinderorthopädie
Für die jungen Patientinnen und Patienten gelten andere Regeln und Therapien als für die Erwachsenen. Auch ist die Prognose einer Therapie für die weitere Entwicklung des heranreifenden Skeletts, der Gelenke, Muskeln und Sehnen wichtig. Daher sind fundierte Kenntnisse im Rahmen einer Spezialausbildung erforderlich.
Für die jungen Patientinnen und Patienten gelten andere Regeln und Therapien als für die Erwachsenen. Auch ist die Prognose einer Therapie für die weitere Entwicklung des heranreifenden Skeletts, der Gelenke, Muskeln und Sehnen wichtig. Daher sind fundierte Kenntnisse im Rahmen einer Spezialausbildung erforderlich.
Die Kinderorthopädie ist ein Spezialgebiet der Orthopädie, das sich mit angeborenen und verletzungsbedingten Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Fehlstellungen und Verletzungen im Kindesalter haben als Besonderheit, dass sie an einem wachsenden Organismus erfolgen. Durch das Vorhandensein von Wachstumszonen im Knochen bestehen auch andere Verletzungstypen als beim Erwachsenen. Der Begriff „Orthopädie“ geht auf kindliche Deformierungen und deren Korrektur zurück.
Bereits im Altertum wurden kinderorthopädische Therapien vorgeschlagen, mit dem Ziel, das Wachstum zu lenken und Fehlstellungen zu vermeiden. Mit Aufkommen der Erwachsenen-Orthopädie ab 1950, u. a. durch die Möglichkeit des Gelenkersatzes, gerieten die Kinder und Jugendlichen in die Minderheit. In den letzten 20 Jahren setzte sich eine Spezialisierung zur Kinderorthopädie durch, seit 2008 ist die Kinderorthopädie bei der Ärztekammer Nordrhein eine geschützte Zusatzweiterbildung.
Wichtige kinderorthopädische Krankheitsbilder sind z. B.:
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Fußfehlstellungen
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Hüftdysplasie
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Hüftkopfnekrose (Morbus Perthes)
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X- und O-Beinfehlstellungen (Genu valgum und Genu varum)
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Beinverkürzungen
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Skoliose
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Rundrücken (Morbus Scheuermann)
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gutartige und bösartige Weichteil- und Knochentumoren
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Stoffwechselstörungen (z. B. Rachitis)